Einflussfaktoren

wissenschaftliche Analyse der Veränderlichkeit

Vorhersagen über die Zukunft üben seit jeher eine besondere Faszination aus. Häufig wird dabei implizit von einer Zwangsläufigkeit zukünftiger Ereignisse ausgegangen. Tatsächlich liegt die zugrunde liegende Gesetzmäßigkeit jedoch weniger im Ereignis selbst als vielmehr in der Kausalität der Einflussfaktoren, die auf Entwicklungen einwirken. Identifizierbare Faktoren entfalten dabei jeweils klar definierte Wirkungen auf zukünftige Entwicklungspfade. Die Abhängigkeit zwischen Einflussfaktor und zukünftiger Entwicklung ist daher grundsätzlich analysierbar und in ihrer Tendenz prognostizierbar.

Die GEN-Zukunftsanalyse® zielt darauf ab, diese Zusammenhänge im konkreten Einzelfall zu identifizieren. Dazu werden allgemeine Gesetzmäßigkeiten menschlicher und gesellschaftlicher Entwicklung herangezogen und auf die jeweilige spezifische Situation übertragen. Auf dieser Grundlage lassen sich die maßgeblichen Einflussfaktoren bestimmen, deren Beobachtung es ermöglicht, entstehende Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Dadurch entsteht ein dynamischeres und differenzierteres Verständnis zukünftiger Entwicklungen.

Grundsätzlich lassen sich drei zentrale Einflussbereiche unterscheiden: Gesetzgebung, besondere Ereignisse und das kollektive Kosten-Nutzen-Verhältnis gesellschaftlicher Entscheidungen. Aus diesen Bereichen können sämtliche relevanten Einflussfaktoren abgeleitet werden. Die entsprechenden Analyseinstrumente sind Bestandteil der GEN-Zukunftsanalyse®.

Besondere Ereignisse wirken dabei in der Regel nicht unmittelbar auf langfristige Entwicklungen, sondern entfalten ihre Wirkung über Veränderungen in der Gesetzgebung oder im Kosten-Nutzen-Verhältnis individueller und kollektiver Entscheidungen. Im Unterschied zu anderen indirekten Einflussfaktoren können sie jedoch Entwicklungen extrem geschleunigen oder verlangsamen.

Die einzigen direkten Einflussgrößen auf zukünftige Entwicklungen sind daher zum einen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und zum anderen das kollektive individuelle Aufwand-Nutzen-Verhältnis, das das Handeln von Menschen und Organisationen bestimmt.